Konzert des Sängerbunds mit Germania Sandhausen/ Solisten überzeugen

Wer ein Konzert mit dem Titel „Musik ist meine Welt“ präsentiert, erweckt gewisse Erwartungen. Dem stürmischen Applaus der Zuschauer in der sehr gut besetzten Mannherzhalle nach zu urteilen, wurden diese Erwartungen erfüllt. Eingeladen hatte am späten Sonntagnachmittag der Sängerbund Reilingen.

Neben zwei stattlichen Männerchören, dem Gastgeber aus Reilingen und dem MGV Germania Sandhausen, überzeugten vor allem Tenor Thomas Jakobs und Pianist Stephan Rahn.

Der Chor des Sängerbundes eröffnete den Abend mit Franz Schuberts „Abendfrieden“, es folgte unter anderem „Sonntag ist´s“ und „Wanderers Nachtlied“.

Der Sängerbund zeigte sich ausgewogen und überließ sich willig der Führung von Musikdirektor Klaus Siefert, dem die komplette Leitung des Abends oblag.

Thomas Jakobs, ein junger Tenor aus Neustadt passte sich der klassischen Eröffnung mit drei Schubertliedern „Im Abendrot“, „An die Musik“ und „Der Musensohn“ an. Begleitet wurde er von dem international renommierten Pianisten Stephan Rahn, der auch einige Chorstücke begleitete. Die Moderation hatte Klaus Langer inne, der in erfreulich kurzen Sätzen die einzelnen Programmteile ansagte.

Das Publikum erlebte klassischen Männerchorgesang, der auf Klangbreite setzte und sich durchaus auch an etwas modernere Stücke wagte. Zum Sängerbund gesellte sich der MGV Germania Sandhausen, so dass die Bühne ein stattlicher Chor von über 70 Sängern füllte. Was wäre für solch viele Männerkehlen besser geeignet, als „Benia calastoria“, wo das Publikum sich über fulminanten Klang freuen konnte. „Conquest of paradise“, einer der bekanntesten Titel des Komponisten „Vangelis“ folgte und auch mit „So war mein Leben“ ernteten die Sänger viel Beifall.

Als Solisten fungierten im Bass Dieter Heiler und im Tenor Klaus Frommann. Mit „Musik ist meine Welt“ kam Solist Jakobs hinzu und nach diesem Lied wurden die Gäste in die Pause entlassen. Nach der Erfrischung war es wieder Zeit für drei Tenor-Soli. Ohrwürmer sollten es sein, denn es ging bei Thomas Jakobs quer durch Operette und Musical bis hin zu Gassenhauern aus der Feder von Friedrich Holländer und Ralph Benatzky. Franz Lehars „Gern hab ich die Frau´n geküsst“ aus „Paganini“ gefiel ebenso wie das Wolgalied aus dem „Zarewitsch“. Inzwischen hatten die beiden Chöre wieder die Bühne erobert und interpretierten „Dona Maria“, Leonard Cohens „Hallelujah“ in deutscher Sprache sowie „Das Lied zum Glück“. „Somewhere“ aus der West Side Story und der „Tangogeiger“ sowie „Ach Luise“ folgten von Tenor Jakobs. Schon war man fast am Ende des über zweistündigen Konzertes angekommen. „Granada“ fehlte auch nicht im Programm, Tenor Jakobs sang die letzten drei Lieder gemeinsam mit den Chören. „Gemeinsam sind wir stark“ und sehr passend zum Abschluss „Feieromd“.

So ganz Feierabend war noch nicht, denn der langanhaltende Applaus des Publikums forderte eine Zugabe, die natürlich gerne gegeben wurde. Der Vorsitzende des Sängerbundes, Gerhard Pfeifer, schloss mit kurzen, prägnanten Worten den Abend, es gab Blumen für die Solisten und ein sehr zufriedenes Publikum wurde in den Sonntagabend entlassen.
mb

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